Vorgezeigt haben Motorola und Google das für Tablets optimierte Betriebssystem Android 3.0 ("Honeycomb") schon mehrmals, nur ausprobieren durften es die Zuschauer bisher noch nicht.
Das Xoom-Tablet von Motorola hat einen Bildschirm mit 10,1-Zoll-Diagonale. Mit seinem Seitenverhältnis von 16:10 bietet es eine geringfügig kleinere Fläche als das iPad-Display mit 9,7 Zoll Diagonale im 4:3-Format. Das Xoom zeigt 1280 × 800 Pixel, das iPad 1024 × 768. Motorola kommt mit drei Millimeter weniger Dicke aus, kann aber im Vergleich zum Apple-Rechner kein Gewicht sparen: Beide bringen 730 Gramm auf die Waage. Einen Schalter gibt es nur zum Ein- und Ausschalten, alles andere wird mit dem Finger auf dem Display erledigt.
Auf den ersten Blick wirkt das Xoom-Display nicht ganz so brillant und leuchtend wie ein iPad-Schirm. Trotzdem liefert die hohe Auflösung ein ausgesprochen scharfes Bild. Die Grafikleistung verbessert Googles Grafik-Engine Renderscript.
Dass die Leistung des Doppelkern-Prozessors Nvidia Tegra 2 gut umgesetzt ist, sieht man etwa bei der gewölbten Wand aus Videokacheln in YouTube oder beim animierten Seiten-Umblättern im Book-Reader.
Insgesamt wirkt das Xoom sehr flink und reaktionsfreudig. Honeycomb reagiert flott auf Fingergesten, Links öffnen nach dem Antippen verzögerungsfrei. Das Umschalten zwischen Programmen geschieht deutlich schneller als beim iPad. Hardware-Beschleunigung und Multitasking-Konzept greifen hier Hand in Hand.
Auch der Chat-Client Google Talk unterstützt in Honeycomb mehrere Accounts, inklusive Video-Chat. Der Homescreen fungiert als Task-Manager zum Wechseln zwischen Apps und häufig benutzten Fragmenten aus verschiedenen Anwendungen.
Wichtige Fragen blieben allerdings auch bei dieser Konferenz unbeantwortet: die nach den Preisen und dem Verkaufsstart. (Erich Bonnert)
Schon [in der KW 5] tauchten Hinweise auf, dass die US-Elektronikkette Best Buy am 24. Februar den Verkauf des Motorola-Tablets Xoom mit Android 3.0 startet. Nun zeigt Engadget einen angeblichen Werbeprospekt von Best Buy, das den Termin bestätigt – und einen Preis nennt. Demnach wird das Xoom 800 US-Dollar kosten.

